Foto Markus Profijt als Dozent

Vortragsangebote

Grundsätzlich beleuchten meine Vorträge Möglichkeiten und Hürden auf dem Weg zu einer nachhaltigen Gesellschaft. Dabei sind sie in einer allgemein verständlichen Sprache gehalten und binden die Teilnehmenden mit ihrem Wissen bei der Lösungsfindung ein. Zur Identifizierung von Problemen und zur Konstruktion alternativer nachhaltiger Vorgehensweisen wird auch die Weisheit der Philosophie genutzt.

Vortragsangebot Suffizienz
Suffizienz (Genügsamkeit) als Nachhaltigkeitsstrategie

Vortragsangebot Postdemokratie
Verspielen wir unsere Demokratie?

Vortragsangebot Klimagerechtigkeit
Wer muss eigentlich das Klima retten?

Vortragsangebot Suffizienz

Suffizienz (Genügsamkeit) als Nachhaltigkeitsstrategie

Der Klimaschutzplan der deutschen Bundesregierung, in der Zeit von 1990 bis 2050 unsere CO2 Emissionen z.B. im Verkehr um 80-95 % zu reduzieren, wird zur Halbzeit krachend verfehlt. Tatsächlich liegen die Emissionen heute höher als 1990. Sämtliche technischen Errungenschaften der letzten 30 Jahre haben uns keinen Schritt vorangebracht.
Bereits vor über 2000 Jahren definierte Aristoteles in seiner Nikomachischen Ethik die Genügsamkeit als Tugend, die die Gesellschaft durch die Einhaltung des rechten Maßes zu einem guten Leben führen kann.
Wenn Vorgehensweise und Potenzial bekannt sind, warum nutzen wir die Suffizienz so wenig?
Detailliert und allgemein verständlich zeigt der Vortrag die Möglichkeiten der Suffizienz, durch Konsumveränderung einen immensen Beitrag zur Erreichung der Klimaschutzziele zu leisten. Das funktioniert sofort und ohne auf weitere technische Lösungen warten zu müssen.
Viele Menschen leben bereits suffizient. Warum sie das tun, welchen Gewinn an Lebensqualität es bringt und welche Hindernisse ihnen dabei noch im Weg stehen, zeigt der Referent anschaulich an zahlreichen Beispielen. Gemeinsam mit den Teilnehmenden wird die Anwendung der Suffizienzstrategie in unterschiedlichen Konsumfeldern entwickelt.
Profitieren Sie von der wissenschaftlichen Forschung und der persönlichen Erfahrung des Referenten, der den Zusammenhang zwischen Umweltschutz und gutem Leben durch Suffizienz seit über zwanzig Jahren selbst erlebt, und dessen Dissertation zum Thema mit einem Wissenschaftspreis ausgezeichnet wurde.
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Vortragsangebot Postdemokratie

Verspielen wir unsere Demokratie?

Der Neoliberalismus macht uns glauben, der Markt regele mit seiner Werteinheit Geld alles. Doch durch die zunehmende Macht der Wirtschaft und den damit einhergehenden politischen Einfluss der Unternehmen auf die von uns gewählten Volksvertreter geht uns eine unserer wichtigsten gesellschaftlichen Errungenschaften verloren: Die Demokratie!
Der britische Politikwissenschaftler und Soziologe Colin Crouch nennt die Situation, in der sich unser Staatssystem befindet, daher Postdemokratie. Er führt aus, warum dieser Zustand schädlich ist - und wie er behoben werden kann.
Als Wirtschaftswissenschaftler in philosophischer Ausbildung nimmt der Referent Sie mit auf eine Reise in die Vergangenheit, die Gegenwart und die Zukunft. Vom Ursprung der Demokratie mit dem historischen Demokratieverständnis von Aristoteles, Montesquieu und Rousseau geht es in die Gegenwart, in der wir mit unserer imperialen Lebensweise und dem Streben nach Karriere, Geld und Konsum unsere Demokratie verspielen, indem wir Meinungsbildung und Durchsetzung einer finanzmächtigen Wirtschaftselite überlassen. Aber das muss nicht so bleiben.
Erfolgreiches Wirtschaften für das Gemeinwohl statt für den alleinigen Unternehmensnutzen ist möglich, wie zahlreiche bereits existierende Beispiele zeigen. So können wirtschaftliche Werte geschaffen, gesellschaftliche Werte verfolgt und die Demokratie erhalten und gestärkt werden.
Gemeinsam mit den Teilnehmenden wird herausgearbeitet, wie wir unsere Macht als Konsumenten nutzen können, um in unserer Gesellschaft wieder das Gemeinwohl und damit die Demokratie zu stärken.
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Vortragsangebot Klimagerechtigkeit

Wer muss eigentlich das Klima retten?

Seit Beginn der Globalisierung lebt der globale Norden - also wir, die westlichen Industrieländer - auf Kosten des globalen Südens. Unter massiver Umweltzerstörung gewonnene Rohstoffe und niedrige Löhne sichern unsere Versorgung mit billigen Waren, deren Produktion und Transport den Klimawandel vorantreiben.
In dem 2015 in Paris beschlossenen Klimaabkommen verpflichten sich die Vertragsstaaten, ihre Treibhausgasemissionen zu verringern. Tatsächlich wurde eine Maximalmenge an noch erlaubten Emissionen festgelegt. Dieses definierte Gesamtmaß an Klimagasen muss nun unter allen Staaten und allen Menschen der Welt aufgeteilt werden.
Die dabei entstehende Gerechtigkeitsfrage - Wer darf noch welchen Anteil emittieren? - ist nicht leicht zu beantworten. Derzeit nimmt der globale Norden mit einer erschreckenden Selbstverständlichkeit immer noch viel zu hohe Emissionsanteile in Anspruch, als dass die vereinbarten Klimaziele zu erreichen wären. Das »Weiter so« der Industriestaaten gefährdet die Lebensgrundlage von hunderten Millionen Menschen, vor allem in den Ländern, die am wenigsten zum Klimawandel beigetragen haben und nun endlich selbst einen Anteil an der wirtschaftlichen Entwicklung haben wollen.
Doch welche Verteilungsmodelle gibt es? Ausgehend von John Rawls' Theorie der Gerechtigkeit, stellt der Referent unterschiedliche Gerechtigkeitsmodelle vor. Gemeinsam mit den Teilnehmenden werden Lösungsmöglichkeiten einer Verteilung der Treibhausgasemissionsrechte entwickelt, die globale Ungleichheiten im Rahmen der Nord-Süd-Asymmetrie beseitigen.
Freuen Sie sich auf einen spannenden Denkanstoß zu einer der wichtigsten Fragen des 21. Jahrhunderts, auf die eine ethisch-politische Antwort noch nicht gefunden ist.
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